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AKTUELLES 2018   29. Juli 2018  
 
 
 

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Radtour rund um den Starnberger See

14 – 18 – 21 lauten die steigenden Teilnehmerzahlen der jährlichen Radltour. Es hat sich rumgesprochen, dass bei der Bike-Tour der Mittwochsrunde einiges geboten wird. Nach zwei München-Besichtigungen ist heuer der Starnberger See an der Reihe. Karin & Klaus haben vorab wieder den schönsten Weg erkundet, so umrunden wir den See nicht auf der offiziellen Radstrecke, sondern direkt am Uferweg.

Bis 1962 hieß der Starnberger See noch Würmsee und ist der fünftgrößte See Deutschlands, aufgrund seiner Wassertiefe sogar der zweit-wasserreichste. Neben kilometerlangen Badestränden und Liegewiesen kann man hier auch alle möglichen Wassersportarten betreiben. Aber auch die Fischerei wird aufgrund des großen Fischreichtums noch gewerblich betrieben. Sechs Fahrgastschiffe der Bayerische Seenschifffahrt verkehren regelmäßig auf dem See.

Wir starten unsere Radtour in Starnberg am futuristischen Bau des Landratsamts, der sogar mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet wurde und umrunden den See entgegen des Uhrzeigersinns. Der Wettergott meint es wie immer besonders gut mit uns und heizt uns mit Temperaturen über 30°C ein. Lediglich mit der Parkplatzsuche klappt es nicht planmäßig, das hatte sich unser Orga-Chef Klaus anders vorgestellt, so zieht sich unsere Abfahrt doch noch um einiges in die Länge. Bei dem Traumwetter wollen halt mehr Leute ihre Freizeit am See verbringen. Karin geht auf Nummer sicher und terminiert unsere Platzreservierung für das Mittagessen noch eine halbe Stunde nach hinten.

Über den Bahnhofsplatz gelangen wir zur Seepromenade. Wir folgen dem Uferweg bis zum Paradies Starnberger See. Das Paradies ist ein Erholungsgebiet mit Liegewiesen, Badestegen, Grillplätzen, Volleyballplatz, sowie einem Strandabschnitt für Windsurfer. Den ersten Stopp legen wir nach 5 Kilometern am Schloss Possenhofen ein. Es befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden, was wir aber auch nicht vorhatten. Sisi, die spätere Kaiserin von Österreich, verbrachte hier einen großen Teil ihrer Jugend. Der Öffentlichkeit wurde das Seeufer des ehemaligen Schlossparks freigegeben, wo wir jetzt ungehindert durchradeln können.

Der Uferweg führt uns durch ein bewaldetes Gebiet zur Roseninsel auf Höhe von Feldafing (km 8). Sie ist die einzige Insel im Starnberger See und hat eine bewegte Vergangenheit. Die kleine Insel, mit etwa 200 Meter Durchmesser, war bereits in der Steinzeit von Menschen bewohnt. Bekannt wurde die Roseninsel ebenfalls durch Sisi, sie ließ sich fast täglich auf die Insel übersetzen. Als Hauptattraktion gilt das Casino genannte Schlösschen, in dem vom Frühsommer bis zum Herbst regelmäßig Trauungen durchgeführt werden. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Gärtnerhaus, indem der einzige dauerhafte Bewohner der Insel wohnt, der Gärtner. Das zweistöckige Gärtnerhaus beherbergt ein Museum. Das ovale Rosarium (Rosengärtchen) mit hunderten von hochstämmigen Duftrosen gaben der Insel ihren heutigen Namen. Wir wollen nicht zu den durchschnittlich 4.000 Besuchern gehören die täglich übersetzen, sondern bleiben im Sattel.

Es geht weiter, an Yachthäfen und Strandbädern vorbei. In Unterzeismering müssen wir wegen einer Umleitung kurz unsere Route verlassen. Neben der Tutzinger Straße geht es die Lindenallee hoch, da kommen doch einige ins Schwitzen. Auf einem Kilometer Länge sind 35 Höhenmeter zu bewältigen. Einige können hier mit der Kraft ihrer E-Motoren durchstarten.
Am Buchheim Museum der Phantasie können wir auch von außen einige der modernen Kunstwerke bewundern, wie einen bunten Helikopter oder elf Fußballer. Ich denke aber nicht, dass hier unsere Jungs von der WM in Russland mit einer Skulptur belohnt wurden. Das Museum am See steht unter dem Motto Kunst, Architektur und Natur.

Knapp 5 Kilometer vor Seeshaupt erreichen wir den Bernrieder Park. Der Stiftungspark steht unter Landschafts- und Denkmalschutz, er hat eine Fläche von circa 80 ha und ist der Allgemeinheit frei zugänglich. Der Park ist bekannt für seine sehr alten Eichen und Buchen. Wir treffen hier auf den König-Ludwig-Wanderweg. Ein Verbotsschild für Radler lässt uns auch ein Stückchen Fußarbeit leisten.

Nach 26 km erreichen wir Seeshaupt, wo wir unsere Mittagspause einnehmen. Das Restaurant „Cafe am See“ ist die einzige Gaststätte die bereit war für uns Plätze zu reservieren. Nachdem wir uns doch noch weiter verspätet haben, hatte unser Orga-Chef Klaus doch arge Befürchtungen, dass wir evtl. vor besetzten Tischen stehen würden. Aber alles klappt reibungslos, einschließlich traumhaften Überblick über den kompletten See.

Frisch gestärkt geht es weiter, wir umrunden die südliche Spitze des Sees und gelangen nach Ambach. Vor dem Ort liegt das Erholungsgebiet Ambach, mit großem Badebereich, Liegewiesen und einem Campingplatz. Vorsichtig ist beim Durchqueren der Liegewiesen geboten, es ist natürlich die Hölle los. Nach einem Waldstück geht es wieder am See entlang, immer wieder wechseln Bootsstege, Strände und Liegewiesen ab. Es geht vorbei an Seeheim, Ammerland, Allmannshausen bis nach Assenhausen. Schöne Häuser und Grundstücke gibt es zu bewundern. Zwischendrin lädt uns ein fahrender Eisstand an einem Strandabschnitt nach 40 km zu einer kleinen Rast ein.

Am Landungssteg der Ausflugsschiffe in Leoni (km 44,4) legen wir eine Getränkepause ein. Im gleichnamigen Seehotel gibt es tolle Plätze mit wunderbarer Aussicht. Nicht verwunderlich ist natürlich, dass die Getränkepreise hier wohl auch an die überaus üppigen Grundstückspreise am Starnberger See angepasst sind.

Bei Berg führt der Radweg durch ein schmales Waldgebiet, hier kommen wir an der Votivkapelle vorbei, die als Andenken an König Ludwig II. errichtet wurde. Unterhalb der Gedenkstätte wurde der Märchenkönig 1886 im See tot aufgefunden. Wir machen einen kleinen Abstecher und begutachten das Kreuz, das seinen Todesort markiert.

Nach Überqueren der Würm, dem einzigen Abfluss des Starnberger Sees, die ihm früher ihren Namen gab, sind wir wieder zurück am Ausgangspunkt. Genau 51,4 km waren wir auf unsere Route unterwegs. Wir packen schnell unsere Räder auf die Autos, der nächste Termin wartet schon. In Leutstetten, 3 km nördlich von Starnberg, ist zum Ausklang ein Platz im Biergarten der Schlossgaststätte reserviert. Hier stoßen auch noch ein paar Versehrte aus der Heimat hinzu, denen es heute unmöglich war am kompletten Vergnügen teilzunehmen.

Ein wunderbarer Tag geht zu Ende, für nächstes Jahr gibt es noch keine konkreten Ideen, mal sehen wohin es uns zieht.